
Die erste Version eines Baustellenplans sieht meist gut aus.
Die Probleme beginnen einige Wochen später.
Dort, wo eine Lagerfläche vorgesehen war, befindet sich inzwischen eine Baugrube. Eine Baustraße ist teilweise blockiert. Ein weiterer Nachunternehmer kommt auf die Baustelle. Der tatsächliche Arbeitsradius des Krans unterscheidet sich von der Planung. Container müssen versetzt werden, weil die nächste Bauphase beginnt.
Die Baustelle verändert sich fast täglich – der Plan häufig nicht.
Nach einigen Monaten arbeitet das Team deshalb nicht mehr mit dem realen Zustand, sondern mit einer Zeichnung, die zeigt, wie die Baustelle zu Projektbeginn aussah.
PlanPlace ermöglicht einen anderen Ansatz: Der Plan wird nicht als einmaliges Dokument behandelt, sondern als aktuelles Bild der Baustellenorganisation.
Eine Zeichnung für viele Monate Bauzeit reicht meist nicht aus
Auf einer Baustelle hängt vieles von der jeweiligen Bauphase ab.
Bei der Einrichtung sind Einfriedung, Zufahrten und Baustelleneinrichtung besonders wichtig.
Während der Erdarbeiten stehen Baugruben, Bodenlager und Wege für schwere Maschinen im Vordergrund.
In der Rohbauphase dominieren Kranlogistik, Fertigteile und Montageflächen.
Später ändern sich Lieferwege, Lagerflächen und Zugänge für Nachunternehmer erneut.
Es ist deshalb deutlich praktischer, die Baustelle als Abfolge verschiedener Zustände darzustellen.
In PlanPlace können die einzelnen Phasen als Ebenen innerhalb eines gemeinsamen Plans geführt werden.
| Phase | Wichtige Elemente |
|---|---|
| Baustelleneinrichtung | Einfriedung, Tore, Sozialbereiche, temporäre Medien |
| Erdarbeiten | Baugruben, Lagerflächen, Baustraßen |
| Rohbau | Krane, Fertigteile, Montageflächen |
| Ausbau | Materiallieferungen, Zugang für Nachunternehmer |
| Abnahme | Rückbau der Einrichtung und Wiederherstellung des Geländes |
Gemeinsame Elemente bleiben auf derselben Grundkarte, während sich die phasenspezifischen Objekte ändern.
Statt „baustellenplan_final_03_korrigiert.pdf“ zu öffnen, kann das Team einfach die passende Phase auswählen.
Der Plan ist am wertvollsten, wenn er den aktuellen Zustand zeigt
Auf Baustellen werden viele Entscheidungen kurzfristig getroffen.
Eine Lagerfläche wird um einige Meter verschoben und beeinflusst plötzlich die Lkw-Zufahrt. Ein neuer Entladepunkt kollidiert mit dem Arbeitsbereich eines Krans. Ein zusätzlicher Container verengt eine Feuerwehrzufahrt.
Deshalb sollte das Aktualisieren des Plans keine separate Aufgabe sein, die erledigt wird, „wenn Zeit ist“.
In PlanPlace können Änderungen direkt auf der gemeinsamen Karte vorgenommen werden.
Das Team sieht denselben Aufbau. Neue Dateien müssen nicht ständig an Bauleitung, Auftraggeber und Nachunternehmer verschickt werden.
Je mehr Personen mit dem Plan arbeiten, desto größer ist der Nutzen.
Es geht dann nicht mehr um das Zeichnen selbst.
Es geht darum, Situationen zu vermeiden, in denen jemand auf Grundlage einer veralteten Version entscheidet.
Ein Objekt kann mehr speichern als nur seinen Standort
Auf einer Baustelle reicht die Position eines Elements oft nicht aus.
Am Zufahrtstor sind möglicherweise Lieferzeiten wichtig. An einer Verteilung zählen Anschlusswerte. An einem Kollisionspunkt werden Freigaben und Kontaktdaten des Netzbetreibers benötigt. Bei einer Lagerfläche können Nutzung und Einschränkungen relevant sein.
Solche Informationen landen häufig an vielen verschiedenen Stellen:
- Besprechungsprotokollen
- Tabellen
- E-Mails
- Notizen
- technischen Unterlagen
Später muss jemand wissen, wo sie zu finden sind.
In PlanPlace können Informationen direkt am jeweiligen Objekt auf dem Plan hinterlegt werden.
Am Tor kann eine Notiz mit Kontakt stehen. An einem Arbeitsbereich ein Kommentar. Eine notwendige Maßnahme kann einer Person mit Termin zugewiesen werden.
Der Plan ist damit mehr als eine Geländezeichnung.
Er wird zu einem Ort, an dem Standort und Kontext zusammenbleiben.
„Das hatten wir doch besprochen“ reicht nicht
Jede Baustelle kennt den Satz:
„Das haben wir doch in der letzten Besprechung geklärt.“
Das Problem: Die Entscheidung ist später oft schwer zu finden.
Sie kann in einem Protokoll von vor zwei Wochen, einer E-Mail oder einer Nachricht an nur eine Person stecken.
Bezieht sich ein Hinweis auf einen konkreten Ort, ist es sinnvoller, ihn dort zu hinterlegen.
In PlanPlace können Kommentare direkt an einem Objekt oder Punkt der Karte geführt werden.
Statt mehrere Nachrichten über „das Tor auf der Nordseite“ auszutauschen, bleibt die Diskussion direkt an diesem Tor.
Gerade bei mehreren Gewerken und Nachunternehmern ist das hilfreich, weil die Zahl der täglichen Absprachen schnell steigt.
Linienbaustellen brauchen einen Plan, der mitwandern kann
Beim Straßen-, Leitungs- oder großflächigen Wohnungsbau kommt ein weiterer Faktor hinzu.
Die Arbeitsfront verschiebt sich.
Ein Abschnitt, in dem im März Erdarbeiten stattfinden, kann im Juni bereits für die nächste Schicht vorbereitet sein, während sich das Team einige hundert Meter weiterbewegt hat.
Damit ändern sich auch:
- Umleitungen
- temporäre Verkehrsführung
- Lagerflächen
- Baustelleneinrichtung
- Maschinenstandorte
- Grundstückszufahrten
- Kollisionspunkte mit Leitungen
Bei solchen Projekten wird eine Serie unabhängiger Zeichnungen schnell unübersichtlich.
In PlanPlace können aufeinanderfolgende Varianten innerhalb eines Projekts verwaltet und in Ebenen nach Bauphasen getrennt werden.
Vorgefertigte Elemente wie Schilder, Absperrungen, Verengungen, Umleitungen oder provisorische Straßen helfen außerdem dabei, den Plan aufzubauen, ohne jedes Element neu zeichnen zu müssen.
Der Plan kann gleichzeitig die Grundlage für Mengenlisten sein
Auf einer Baustelle muss oft nicht nur bekannt sein, wo etwas steht, sondern auch wie viel davon benötigt wird.
Zum Beispiel:
- Container
- Verkehrszeichen
- Absperrungen
- Elemente temporärer Straßen
- Beleuchtungspunkte
- weitere temporäre Infrastruktur
Diese Mengen werden für Bestellungen oder Abstimmungen mit Auftragnehmern benötigt.
Wird die Liste separat gepflegt, bedeutet jede Änderung im Plan eine weitere manuelle Aktualisierung.
In PlanPlace können Objekte auf der Karte automatisch im Verzeichnis erscheinen.
Nach einer Planänderung muss niemand mehr prüfen, ob auch die Tabelle angepasst wurde.
Die aktuelle Übersicht lässt sich exportieren und weitergeben.
Auftraggeber und Nachunternehmer brauchen nicht jedes Mal ein neues PDF
Ein Baustellenplan wird von vielen Beteiligten genutzt:
- Auftraggeber
- Bauüberwachung
- Planer
- Bauleitung
- Nachunternehmer
- Lieferanten
Der klassische Ablauf bedeutet, immer neue Dateiversionen zu versenden.
Nach einiger Zeit ist kaum noch sicher, ob alle tatsächlich den richtigen Anhang geöffnet haben.
In PlanPlace kann der aktuelle Plan über einen Link geteilt werden.
Externe Personen müssen keine internen Kommentare oder Aufgaben sehen. Sie erhalten einfach den benötigten Ausschnitt.
Wenn ein Nachunternehmer seine Arbeiten beendet, kann der Zugriff deaktiviert werden.
Für das Team bedeutet das weniger Aufwand bei der Kontrolle des Dateiversands und mehr Arbeit auf einer gemeinsamen aktuellen Grundlage.
Was sollte auf dem aktuellen Baustellenplan geprüft werden?
| Bereich | Was prüfen? |
|---|---|
| Grenzen | Stimmen Einfriedung, Tore und Zugangskontrolle mit der Realität überein? |
| Verkehr | Sind Baustraßen und Feuerwehrzufahrten frei? |
| Bauphase | Zeigt der Plan die aktuelle Arbeitsfront? |
| Sicherheit | Sind Baugruben, Gefahrenbereiche und Arbeitsradien von Geräten markiert? |
| Medien | Sind temporäre Anschlüsse, Verteilungen und Wasserentnahmestellen aktuell? |
| Logistik | Entsprechen Lager-, Liefer- und Entladebereiche dem aktuellen Bedarf? |
| Team | Sind offene Hinweise und Aufgaben konkreten Orten zugeordnet? |
Ein Baustellenplan sollte kein Foto des ersten Monats sein
Das größte Problem eines statischen Plans besteht nicht darin, dass er schlecht erstellt wurde.
Es besteht darin, dass das Projekt weiterläuft und das Dokument stehen bleibt.
Mit PlanPlace kann ein Projekt über mehrere Bauphasen hinweg geführt, der Aufbau laufend aktualisiert, Absprachen direkt an Orten gespeichert und der aktuelle Stand mit Beteiligten geteilt werden.
So kann der Baustelleneinrichtungsplan zu einem täglichen Arbeitswerkzeug werden.
Nicht nur zu einem Dokument für die Organisation der Bauarbeiten, sondern zu einer praktischen Möglichkeit, im Team ein gemeinsames Bild davon zu behalten, wie die Baustelle jetzt aussieht.

